Special "Treffpunkt Öko-Kartoffeln"

Der Öko-Kartoffelanbau ist eine ackerbauliche Herausforderung, besonders die mechanische Unkrautregulierung und die Gesunderhaltung von Kraut und Stängeln. Doch wer die Risiken beherrscht, kann gute Erlöse erzielen. 2016 wurden in Deutschland 124.000 Tonnen Öko-Kartoffeln vermarktet. 17 Prozent mussten importiert werden, weil deutsche Ware fehlte.  

Auf dem „Treffpunkt Öko-Kartoffeln“ informieren rund 20 Aussteller über den ökologischen Kartoffelanbau. Im zentralen Öko-Pavillon, Standort GA 46, und auf der umliegenden Freifläche stellen sie Maschinen vor, Betriebsmittel, Dienstleistungen und wissenschaftliche Ergebnisse sowie Vermarktungswege. An beiden Messetagen werden Experten in kurzen Interviews zu Wort kommen. 

Beratung: Der wichtigste Schritt  

Landwirte, die sich für den Ökolandbau interessieren, können sich zu den Chancen und Risiken der Umstellung im Öko-Pavillon beraten lassen. Erste Anlaufstelle dafür ist das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Fachberatung zu speziellen Themen des Öko-Kartoffelanbaus bieten die Öko-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland, sowie der Bio-Kartoffelerzeugerverein und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. 

Vermarktung: Erst klären, dann umstellen 

Im Öko-Pavillon sind auch die Abnehmer von Öko-Kartoffeln vertreten. Die „Erzeugergemeinschaft Bio-Kartoffel Nord“ vermarktet sowohl Frischmarkt-Ware wie absortierte Kartoffeln für die Stärke- und Flockenproduktion. Das „Ökokontor“ ist ein großer deutscher Bio-Kartoffelabnehmer und stellt an seinem Stand neue Verpackungen vor. Die Marktgesellschaft der Naturland-Bauern informiert über ihre Abnahmebedingungen und -perspektiven. 

Forschung: Neue Züchtungen und Strategien 

Kartoffel-Neuzüchtungen, die unempfindlich gegenüber Krautfäule sind, zeigt die Bayerische Landesanstalt im Öko-Pavillon, Basis der Züchtung sind resistente Wildkartoffeln. Wie Kompost aus dem Kompostwerk im Öko-Kartoffelanbau wirkt, steht im Mittelpunkt eines Projektes, das vom KÖN bearbeitet wird. Das KÖN stellt seine Ergebnisse im Öko-Pavillon vor. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden arbeitet an biologischen Verfahren zur Stickstoffversorgung von Öko-Kartoffeln und Maßnahmen gegen Rhizoctonia. Dabei spielt der gezielte Anbau von Zwischenfrüchte eine große Rolle. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigt Öko-Kartoffeln aus ihren Landessortenversuchen.  

Maschinen: Unkraut gezielt reduzieren 

Die Unkrautregulierung ist im Öko-Kartoffelanbau eine wichtige Maßnahme. Dabei geht es um gute Ergebnisse und die Schonung der Kartoffelpflanze. Auf der Freifläche am Öko-Pavillon stellt das Unternehmen Treffler an Standnr. GA 51 Striegel und Hackgerät vor. Die Maschinenfabrik Schmotzer zeigt an Stand Nr. GA 58 eine Kombi-Hackmaschine, die in einem Arbeitsgang Furchensohle und Dammwände hackt und die aufgehackte Erde wieder in Dammform bringt. Wie Maschinen durch Ultraschalltechnik nachträglich ausgerüstet werden können, darüber informiert das Unternehmen Reichhardt Steuerungstechnik an Stand Nr. GA 55. Es stellt eine mit Präzisionstechnik ausgestattete Anbaugerätelenkung für die Anlage von Dämme wie für das zentimetergenaue Blindhacken vor. Maschinen werden auf einer benachbarten Fläche im Einsatz gezeigt. 

Betriebsmittel: Pflanzen stärken, Erreger bekämpfen 

Im Öko-Kartoffelbau ist die Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzerregern anspruchsvoll. Eine Strategie setzt auf die Stärkung der Pflanze. Das Unternehmen Biofa stellt an Stand Nr. GA 30 ein Netzmittel vor, das die Phytophthora-Bekämpfung auch bei Morgentau ermöglicht. Mit dem Pilz Metarhizium kann der Drahtwurm aktiv bekämpft werden, Biocare zeigt das derzeit einzig zugelassene Verfahren an Standnr. GA 33. Bodenhilfsstoffe und Pflanzenhilfsmittel sowie physikalische Verfahren zur Aktivierung von biologischen Prozessen präsentiert das Unternehmen Plocher an Standnr. GA 39. Zur Stärkung von Kartoffeln setzt das Unternehmen Intrachem Bio Deutschland Trichoderma-Arten ein. Es informiert darüber am Stand GA 36. Dünger und Bodenverbesserer aus pflanzlichen und tierischen Rohstoffen zeigt Beckmann & Brehm an Stand Nr. GA 48.  Auch das „Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau“ beteiligt sich mit der Standnr. GA 47. Dort wird der Biolandhof Ellenberg selten angebaute und ausgefallene Kartoffelsorten vorstellen.

 

Maschinen und Betriebsmittel: Freifläche Treffpunkt Öko-Kartoffeln

• APV - Technische Produkte GmbH, Standnr. GA 62

• Beckmann & Brehm, Standnr. GA 48

• Biocare, Standnr. GA 33

• Biofa,  Standnr. GA 30

• Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau, Standnr. GA 47

• Intrachem Bio Deutschland, GA 36

• Maschinenfabrik Schmotzer,  Standnr. GA 58

• PLOCHER integral-technik Standnr. 39

• Reichhardt Steuerungstechnik, Standnr. GA 55

• Treffler Maschinenbau, Standnr. GA 51

 

Beratung, Forschung, Vermarktung: Öko-Pavillon Treffpunkt Öko-Kartoffeln GA 46

• Bayerische Landesanstalt, Institut für Pflanzenzüchtung, Standnr. 6

• Bio Kartoffel Nord, Standnr. 2

• Bio Kartoffel Erzeuger e.V., Standnr. 11

• Bioland, Standnr. 3

• Demeter, Standnr. 8

• Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Standnr. 7

• Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN), Standnr. 1 und 10

• Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Standnr. 5

• Marktgesellschaft der Naturlandbauern, Standnr. 12

• Naturland Beratung, Standnr. 13

• Ökokontor, Standnr. 4

 

Der Treffpunkt Öko-Kartoffeln  wird vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) organisiert.

Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Bahnhofstraße 15b
27374 Visselhövede
Telefon 04262 / 9593-00
info(at)oeko-komp.de