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Zwischenfrüchte und Querdammbegrünung im Kartoffelbau

Der Schutz des Bodens stellt hohe Ansprüche an den Kartoffelbauern, denn die Knolle möchte ungestört wachsen und beschädigungsfrei geerntet werden. Das erfordert oft einen hohen Aufwand an Bodenvorbereitung, die die natürliche Resilienz des Bodens beeinträchtigt und seine Gefährdung erhöht. Erosion, Nährstoff- und Wasserverluste und damit eine verminderte Bodenfruchtbarkeit können die Folge sein.

Hier setzen Zwischenfrüchte an, die eine Bodenbedeckung zwischen der Ernte der Vorfrucht und dem Legen der Kartoffeln bieten und damit das o.a. Gefährdungspotenzial eindämmen können. Auch lassen sie sich gezielt zum biologischen Pflanzenschutz (z.B. Nematodenfang) einsetzen.

Welche Arten eignen sich – für welchen Standort? Wie werden sie etabliert, gepflegt und vor dem Legen wieder so beseitigt, dass sie nicht stören? Wie vermeide ich Schadwirkungen von Zwischenfrüchten und Trockenstress für die nachfolgenden Kartoffeln?

Nach dem Legen kommt eine weitere Phase, in der der Boden sehr empfindlich ist für Erosion, insbesondere durch Wasser. Schon auf schwach geneigten Flächen können stärkere Niederschläge dazu führen, dass Wasser in Senken zusammenläuft und dabei Boden mitnimmt. Eine weitere Folge ist auch eine ungleichmäßige Wasserversorgung auf dem Schlag.

Eine Lösung sind Querdämme, die beim Legen mit angelegt werden. Dadurch kann der Wasserfluss deutlich gebremst und am Ort des Niederschlags gehalten werden. Die Querdämme werden idealerweise beim Legen durch Häufelkörper erzeugt, die in regelmäßigen Abständen zwischen den Dämmen heruntergelassen werden und so Bodenmaterial zusammenziehen. Beim Hochnehmen der Häufelkörper bleibt ein Querdamm liegen. Das Prinzip ähnelt der Hungerharke, mit der früher Gras oder Stroh zu Schwaden zusammengezogen wurde. Eine Optimierung dieser Wirkung kann durch die Querdammbegrünung erreicht werden, denn eine zusätzliche Begrünung dieser „Dämmchen“ bietet weiteren Schutz vor Wasser- und Bodenverlagerung. Die Samen werden beim Legen zwischen den Reihen ausgebracht und beim Formen der Querdämme dort akkumuliert.

Welche Kulturen eignen sich? Wie wird die Begrünung etabliert, gepflegt und vor dem Roden wieder so beseitigt, dass sie nicht stört?

Das Special richtet sich an Aussteller, die Zwischenfrüchte produzieren und vertreiben sowie den Anbau fachlich begleiten. Weiterhin sind Hersteller von Maschinen und Geräten für den Umbruch von Zwischenfrüchten aufgerufen, Ihre Technik zu präsentieren.

Das Special richtet sich an alle Kartoffelanbauer, die sich für Zwischenfrüchte und Begrünung vor und nach dem Kartoffellegen interessieren und nach Lösungen suchen, um ihre Kartoffeln GAP-konform und weiterhin profitabel anzubauen.

In Versuchsfelder werden geeignete Arten und Sorten von Zwischenfrüchten und unterschiedliche Umbruchvarianten gezeigt. Des Weiteren zeigen wir die Querdämme mit und ohne Begrünung. Als Fachpartner steht uns die Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V. (GKB) zur Seite.

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